Unser kleiner Räuber...

Aktualisiert: März 16

Tiergeschichten vom Biohof.




Räuber ist nun schon mehr als 4 Wochen bei uns. Und es würde uns definitiv etwas fehlen, wenn es ihn nicht gäbe.


Anfangs hatte unser kleiner Räuber noch die verschiedensten Kosenamen. In jedem Kosewort lag eine eigene Zärtlichkeit: Sommerkind, Sommerkittel, Flöckchen. Nach den ersten Wochen sind wir nun bei Räuber gelandet.

Das Lämmchen ist klein, zart und trägt ein Fell, als ob schon der Sommer angebrochen wäre.

Dabei ist Räuber als Drillingsletztes in einer der ersten eiskalten Februarnächte zur Welt gekommen. Die Mutterziege hat es nicht angenommen, es nicht abgeschleckt und ihm auch keine Milch geben wollen.

So haben wir den Kleinen, der eigentlich eine Kleine ist, erst für ein paar Nächte in unserem Heizungskeller gewärmt, manchmal waren noch andere neugeborene, kleine Freunde von ihm dabei. Ich glaube, besonders die Kinder haben sich geschworen: das kleine Lämmchen mit dem Sommerfell kriegen wir durch! Was das heißt: morgens und abends eine Ziege "einfangen", sie als Ammenmutter zum Füttern anbinden, das kleine Mäulchen nach dem Euter und der Zitze suchen lassen und hoffen, dass das Zicklein irgendwann im Rudel seinen Platz findet.

Und tatsächlich: Mittlerweile ist die Kleine groß genug, um sich selbst "durchzubeißen". Die Zähnchen wachsen, und als kleiner Räuber findet es seine Milch in der Herde nun von allein.

Was uns nach den ersten 4 Wochen ganz viel Nähe bleibt: Wenn wir heute nach Räuber rufen, kommt es immer noch freudig aus irgendeiner Ecke des Hofs zu uns gesprungen.

Und das hinterlässt jedes Mal einen kleinen Zauber, wie besonders das Miteinander von Mensch und Tier auf einem Hof sein kann.



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